Der America’s Cup: Kräftemessen auf hoher See

Von 16. – 21. April 2013 ist Neapel ein Austragungsort der America’s Cup World Series, einer Segelregatta, die als eine Art Aufwärmübung für die bekannteste und älteste Regatta, den America’s Cup dient.


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Der America’s Cup ist ein Wanderpokal und wurde erstmals im Jahr 1851 rund um die britische Insel Isel of Wight ausgetragen. Im Rahmen der ersten Weltausstellung in London, forderten die Engländer die US-Amerikaner heraus, sich in einer Regatta zu messen. Vor dem Wettkampf noch belächelt, passierten die Gäste mit ihrem Schoner America rund 20 Minuten vor den Engländern die Ziellinie und wurden die nächsten 132 Jahre nicht mehr geschlagen. Der Pokal ist eine ca. 71 cm hohe Kanne aus versilbertem Britanniametall. In der Stiftungsurkunde wurde vereinbart, dass der Pokal von Teams aus anderen Nationen herausgefordert werden darf, allerdings treten immer mehr multinationale Teams an. Des Weiteren wurde darin festgelegt, dass der Titelverteidiger das Segelrevier und der Herausforderer den Yachttyp bestimmt, mit dem gesegelt wird. Ursprünglich wurde mit Schonern gesegelt, doch im Laufe der Zeit änderten sich die Bauweisen, sodass heutzutage Katamarane für die Regatta genutzt werden. Da in der Vergangenheit oft mit sehr unterschiedlichen Schiffen gesegelt wurde, entschloss man sich, nur noch Boote innerhalb eines vorgegebenen Rahmens zuzulassen. Die maximale Länge liegt bei 26 m, bei einer maximalen Breite von 4,10 m und einer Masthöhe von 33 m.

In einer Qualifikationsveranstaltung, dem Louis Vuitton Cup wird der Herausforderer ermittelt, der bei den America’s Cup Finals gegen den Titelverteidiger antritt. Bereits die Teilnahme am Louis Vuitton Cup setzt ein hohes finanzielles Budget voraus, denn die High-Tech Yachten kosten teilweise bis zu 100 Mio. Dollar. Im September 2013 findet der 34. America’s Cup in San Francisco statt, bei dem das Team BMW Oracle Racing als Titelverteidiger antritt. Der Herausforderer wird im Juli und August beim Louis Vuitton Cup ebenfalls in San Francisco bestimmt. Neben dem America’s Cup selbst, dem Louis Vuitton Cup und den AC World Series finden zweimal pro Saison der Red Bull Youth America’s Cup statt. Die AC World Series, in deren Rahmen fünf Regatten stattfinden, wurden ins Leben gerufen, um vor dem America’s Cup mit ähnlichen, aber nur halb so großen Booten, erste Erfahrungen zu sammeln.


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In Neapel wird die einzige Regatta der AC World Series 2012/2013 außerhalb der USA ausgetragen. Es ist ein einmaliges Erlebnis, die windschnittigen Katamarane mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde über das Wasser fliegen zu sehen. Die besten Segelteams der Welt treten hier gegeneinander an und messen ihre Kräfte. 2012 fanden die AC World Series ebenfalls in Neapel statt. Damals sorgten starker Wind und hoher Wellengang für spektakuläre Szenen. Die Katamarane tanzten angetrieben von ihren turmhohen Segeln auf dem aufgewühlten Wasser. Eins der Boote tauchte in einer Kurve mit beiden Rümpfen ins Wasser, sodass es kenterte. Wer bei den AC World Series auf den vorderen Plätzen landet, sammelt wichtige Punkte für den Louis Vuitton Cup bei dem der Finalist für die America’s Cup Finals ermittelt wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in Neapel die Crème de la Crème des internationalen Segelsports vertreten sein wird. Wer dem Trubel an der Promenade entgehen und die Regatta ganz in Ruhe und ungestört genießen möchte, mietet sich eine Yacht oder ein Segelboot und verfolgt den Wettkampf vom Wasser.