Die schönsten Ausflugsziele von Neapel – von Vesuv bis Amalfiküste

Neapel hat viel mehr zu bieten als den puren Wochenend-Städtetrip, denn in nur 1 Stunde Entfernung erwarten den Besucher spektakuläre Naturlandschaften und malerische Paläste. Immer allgegenwärtig ist der Schatten des „Buckligen“ in Neapel, wie der Vesuv von den Einheimischen auch genannt wird. Düster, geheimnisvoll, gefürchtet wegen seiner Urgewalt und doch geliebt für seine Schönheit. Der Vesuv blickt als einer der bekanntesten Vulkane der Welt auf eine tragische Vergangenheit zurück. Bei einer Eruption im Jahre 79 n. Chr. wurden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae vollständig zerstört. Die Städte wurden durch eine bis zu 25 m hohe Schicht aus Lava und Asche begraben und dabei weitgehend konserviert. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ausbrüchen, der letzte im Jahr 1944. Nun stellt sich die Frage, was bringt die Zukunft, denn statistisch gesehen, ist ein Ausbruch überfällig.

Doch Anlass zur Besorgnis besteht nicht, denn der Vesuv zählt zu den am intensivsten überwachten Vulkanen der Welt und jede kleinste Aktivität wird sofort registriert. Dies gibt Interessierten die nötige Sicherheit, den eindrucksvollen Aufstieg zum Krater zu wagen, bei dem man mit einem einzigarteigenen Ausblick belohnt wird. Ein Bus fährt von Herculaneum zum Vesuv und hält direkt unterhalb des Vulkankraters auf einem Parkplatz. Die letzten 200 m muss man zu Fuß aufsteigen, wofür man ca. eine halbe Stunde einplanen sollte.

In unmittelbarer Umgebung des Vesuvs und sehr gut mit der Besichtigung des Kraters kombinierbar, sind die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Der Ausbruch des Vesuvs am 24. August 1974 geschah so plötzlich, dass der Großteil der Bevölkerung keine Chance hatte zu entkommen. Bei Ausgrabungen im Jahr 1863 erfand der Archäologe Giuseppe Fiorelli die Methode, die mit Asche überzogenen Leichen mit Gips aufzufüllen, womit es ihm gelang, Menschen und Tiere für die Ewigkeit zu erhalten. Die Ausgrabungen zeigen eine komplett erhaltene, wohlhabende Stadt mit prachtvollen Gebäuden, Tempel, Wohnhäusern und Therme.

Herculaneum wurde der Legende nach von Herkules gegründet und teilt das tragische Schicksal mit Pompeji. Die Ausgrabungen dort sind wesentlich kleiner als die in Pompeji, doch sie bestechen durch herrschaftliche Villen und Anlagen. Romantiker bevorzugen sogar die gut erhaltenen Ausgrabungen in Herculaneum, wo noch heute die Atmosphäre des damaligen Lebens spürbar ist. Herculaneum sowie Pompeji sind von Neapel mit der Regionalbahn Circumvesuviana vom Hauptbahnhof an der Piazza Garibaldi in ca. 30 bzw. 40 Minuten erreichbar.


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Auch für Naturliebhaber gibt es in der Region Kampanien einiges zu sehen. Eine einzigartige Landschaft bietet die Küste von Amalfi. Malerische Buchten, tiefblaues Meer, mediterrane Vegetation und verschlafene Dörfchen prägen das Bild und kennzeichnen einen der schönsten italienischen Küstenabschnitte. Sorrent bietet einen guten Ausgangspunkt, die Amalfiküste zu erkunden. In traumhafter Lage, umgeben von weißen Kalksteinfelsen bietet das Städtchen einen fantastischen Ausblick über den Golf von Neapel. Bekannt ist Sorrent zudem für eine spezielle Zitronenart aus der schon seit langer Tradition der berühmte Limoncello, ein Zitronenlikör hergestellt wird. Sorrent erreicht man mit der Regionalbahn Circumvesuviana in 1 Stunde vom Hauptbahnhof an der Piazza Garibaldi.

Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel ist der Königspalast in Caserta. Ca. 40 km von Neapel entfernt, erwartet die Besucher eines der größten europäischen Schlösser. Die riesige Anlage verfügt über 4 Innenhöfe und 1200 Räume. Doch nicht nur das Äußere des Palastes ist beeindruckend, auch im Inneren gibt es einiges zu sehen. Eines der größten barocken Treppenhäuser führt zu einer prunkvollen Palastkappelle im Obergeschoss. Der Blick vom Treppenhaus nach draußen verspricht eine weitere Sehenswürdigkeit: eine riesige Parkanlage, die an einen spanischen Garten erinnert. Ausgedehnte Wasserflächen und Wasserkaskaden mit einem Diana-Brunnen als Höhepunkt machen dieses Ausflugsziel, das als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt ist, zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis.

Fährverbindungen zur Mittelmeerinsel Capri 2013

Ein Urlaub in Kampanien, einer der schönsten Regionen Italiens, lässt sich hervorragend mit einem Kurztrip auf die Insel Capri verbinden. Nur 5 km vom Festland entfernt, verzaubert die Felseninsel durch ein einmaliges Panorama. Die rund 10 km² große Insel ist vor allem bekannt durch ihre Höhlen am Meer. Die bekannteste Höhle, die Blaue Grotte lockt jährlich tausende von Touristen auf die Insel. Den Zugang zur Höhle bildet ein 1,5 m hohes Felsenloch im Meer, wodurch die Zufahrt bei hohem Seegang nicht möglich ist und die Grotte gesperrt wird. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, ist es empfehlenswert die Grotte vormittags zu besuchen und Sonn- und Feiertage zu vermeiden.

Fährverbindungen zur Insel Capri bestehen von Neapel und Sorrent. Neapel hat zwei Häfen, den Molo Beverello und den neuen Seebahnhof Calata di Massa, bei dem die Einschiffung mit PKW möglich ist. Zum Hafen Calata di Massa gelangt man vom Hauptbahnhof Napoli-Centrale oder der Piazza Garibaldi mit der Straßenbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Varco Pisacane. Von der Calata di Massa fahren nur Fähren und Tragflügelboote der Caremar Gesellschaft. In den Sommermonaten gibt es täglich insgesamt sechs Verbindungen ab Neapel, die erste um 5:35 Uhr und die letzte um 20:10 Uhr. Zurück nach Neapel fährt die letzte Fähre um 23:00 Uhr.


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Von Neapels zweitem Hafen, dem Molo Beverello fahren Katamarane und Tragflügelboote (Aliscafo) zu der Mittelmeerinsel. Der Hafen Molo Beverello ist vom Hauptbahnhof Napoli-Centrale oder der Piazza Garibaldi mit der Staßenbahnlinie 1 zu erreichen mit Ausstieg an der Piazza Municipio. Die Fährgesellschaft SNAV bietet täglich vier Überfahrten nach Capri an mit Abfahrtszeiten ab Beverello zwischen 7:00 Uhr und 19:15 Uhr. Zurück nach Neapel fährt die letzte Fähre um 18:10 Uhr. Pro Fahrt sollte man ca. 45 Minuten einplanen.
Die zweite Fährgesellschaft, die zwischen dem Molo Beverello in Neapel und Capri verkehrt, ist die Navigazione Libera del Golfo (N.L.G.). Die Abfahrten sind ebenfalls zwischen 8:35 Uhr und 16:30 Uhr und es gibt täglich fünf Überfahrten. Allerdings erfolgt die letzte Rückfahrt nach Neapel bereits um 18:10 Uhr.

Fahrpläne für Fähren Neapel nach Capri (Daten ohne Gewähr) :

ZeitFährverbindung mitReederei Anlegestellen in Neapel
05:35SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
07:00TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
08:05TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
08:35TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
09:00TragflügelbootCaremarCalata Porta di Massa
09:30TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
11:35TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
12:00SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
12:40TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
14:20FähreCaremarCalata Porta di Massa
14:40TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
16:30TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
17:25SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
19:15TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
20:10FähreCaremarCalata Porta di Massa

Nicht nur von Neapel, auch von Sorrent bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Capri. Wer mit dem Auto anreisen möchte, fährt am besten mit der SNAV, wobei nicht bei allen Überfahrten die Mitnahme des eigenen PKWs möglich ist. Zwischen 15 und 17 Überfahrten gibt es täglich ab Sorrent, die erste um 7:20 Uhr, die letzte um 17:45 Uhr. Zurück von Capri fährt das letzte Schiff um 18:30 Uhr. Die Fährgesellschaft Caremar hat täglich 4 Abfahrten in Sorrent zwischen 7:45 Uhr und 19:45 Uhr. Die letzte Rückfahrt erfolgt um 18:45 Uhr. Weitere Verbindungen bestehen mit der Fährgesellschaft LMP (Linee Marittime Partenopee). Täglich werden 6 bis 7 Abfahrten zwischen 7:15 Uhr und 17:05 Uhr angeboten mit der letzten Rückfahrt um 17:40 Uhr.


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Beachtet werden sollte, dass bei hohem Wellengang keine Katamarane oder Tragflügelboote ablegen können. Es ist ohnehin ratsam, die aktuellen Fahrpläne entweder in der lokalen Zeitung oder bei der Fährgesellschaft direkt zu überprüfen, denn die Zeiten und Linien können jederzeit geändert werden. Die Frequenz der Fährverbindungen ist saisonabhängig, in den Sommermonaten werden zusätzliche Überfahrten durchgeführt.


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Am Hafen in Capri angekommen, nimmt man die Seilbahn (Funicolare), um ins Zentrum, zur Piazza Umberto zu gelangen. Für alle, die gut zu Fuß sind und nicht anstehen möchten, besteht die Möglichkeit, über einen schmalen Stufenweg zum Ort Capri zu spazieren. Wer mit seinem Auto anreist, sollte unbedingt die aktuellen Regelungen beachten, die zwischen März und Oktober und in den beiden Wochen über Weihnachten und Silvester gelten. Trotzdem ist es ratsam, das Auto nicht auf die Insel mitzubringen, denn es gibt dort nur wenige und sehr enge Autostraßen.