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Der America’s Cup: Kräftemessen auf hoher See

Von 16. – 21. April 2013 ist Neapel ein Austragungsort der America’s Cup World Series, einer Segelregatta, die als eine Art Aufwärmübung für die bekannteste und älteste Regatta, den America’s Cup dient.


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Der America’s Cup ist ein Wanderpokal und wurde erstmals im Jahr 1851 rund um die britische Insel Isel of Wight ausgetragen. Im Rahmen der ersten Weltausstellung in London, forderten die Engländer die US-Amerikaner heraus, sich in einer Regatta zu messen. Vor dem Wettkampf noch belächelt, passierten die Gäste mit ihrem Schoner America rund 20 Minuten vor den Engländern die Ziellinie und wurden die nächsten 132 Jahre nicht mehr geschlagen. Der Pokal ist eine ca. 71 cm hohe Kanne aus versilbertem Britanniametall. In der Stiftungsurkunde wurde vereinbart, dass der Pokal von Teams aus anderen Nationen herausgefordert werden darf, allerdings treten immer mehr multinationale Teams an. Des Weiteren wurde darin festgelegt, dass der Titelverteidiger das Segelrevier und der Herausforderer den Yachttyp bestimmt, mit dem gesegelt wird. Ursprünglich wurde mit Schonern gesegelt, doch im Laufe der Zeit änderten sich die Bauweisen, sodass heutzutage Katamarane für die Regatta genutzt werden. Da in der Vergangenheit oft mit sehr unterschiedlichen Schiffen gesegelt wurde, entschloss man sich, nur noch Boote innerhalb eines vorgegebenen Rahmens zuzulassen. Die maximale Länge liegt bei 26 m, bei einer maximalen Breite von 4,10 m und einer Masthöhe von 33 m.

In einer Qualifikationsveranstaltung, dem Louis Vuitton Cup wird der Herausforderer ermittelt, der bei den America’s Cup Finals gegen den Titelverteidiger antritt. Bereits die Teilnahme am Louis Vuitton Cup setzt ein hohes finanzielles Budget voraus, denn die High-Tech Yachten kosten teilweise bis zu 100 Mio. Dollar. Im September 2013 findet der 34. America’s Cup in San Francisco statt, bei dem das Team BMW Oracle Racing als Titelverteidiger antritt. Der Herausforderer wird im Juli und August beim Louis Vuitton Cup ebenfalls in San Francisco bestimmt. Neben dem America’s Cup selbst, dem Louis Vuitton Cup und den AC World Series finden zweimal pro Saison der Red Bull Youth America’s Cup statt. Die AC World Series, in deren Rahmen fünf Regatten stattfinden, wurden ins Leben gerufen, um vor dem America’s Cup mit ähnlichen, aber nur halb so großen Booten, erste Erfahrungen zu sammeln.


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In Neapel wird die einzige Regatta der AC World Series 2012/2013 außerhalb der USA ausgetragen. Es ist ein einmaliges Erlebnis, die windschnittigen Katamarane mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde über das Wasser fliegen zu sehen. Die besten Segelteams der Welt treten hier gegeneinander an und messen ihre Kräfte. 2012 fanden die AC World Series ebenfalls in Neapel statt. Damals sorgten starker Wind und hoher Wellengang für spektakuläre Szenen. Die Katamarane tanzten angetrieben von ihren turmhohen Segeln auf dem aufgewühlten Wasser. Eins der Boote tauchte in einer Kurve mit beiden Rümpfen ins Wasser, sodass es kenterte. Wer bei den AC World Series auf den vorderen Plätzen landet, sammelt wichtige Punkte für den Louis Vuitton Cup bei dem der Finalist für die America’s Cup Finals ermittelt wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in Neapel die Crème de la Crème des internationalen Segelsports vertreten sein wird. Wer dem Trubel an der Promenade entgehen und die Regatta ganz in Ruhe und ungestört genießen möchte, mietet sich eine Yacht oder ein Segelboot und verfolgt den Wettkampf vom Wasser.

Die schönsten Ausflugsziele von Neapel – von Vesuv bis Amalfiküste

Neapel hat viel mehr zu bieten als den puren Wochenend-Städtetrip, denn in nur 1 Stunde Entfernung erwarten den Besucher spektakuläre Naturlandschaften und malerische Paläste. Immer allgegenwärtig ist der Schatten des „Buckligen“ in Neapel, wie der Vesuv von den Einheimischen auch genannt wird. Düster, geheimnisvoll, gefürchtet wegen seiner Urgewalt und doch geliebt für seine Schönheit. Der Vesuv blickt als einer der bekanntesten Vulkane der Welt auf eine tragische Vergangenheit zurück. Bei einer Eruption im Jahre 79 n. Chr. wurden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae vollständig zerstört. Die Städte wurden durch eine bis zu 25 m hohe Schicht aus Lava und Asche begraben und dabei weitgehend konserviert. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ausbrüchen, der letzte im Jahr 1944. Nun stellt sich die Frage, was bringt die Zukunft, denn statistisch gesehen, ist ein Ausbruch überfällig.

Doch Anlass zur Besorgnis besteht nicht, denn der Vesuv zählt zu den am intensivsten überwachten Vulkanen der Welt und jede kleinste Aktivität wird sofort registriert. Dies gibt Interessierten die nötige Sicherheit, den eindrucksvollen Aufstieg zum Krater zu wagen, bei dem man mit einem einzigarteigenen Ausblick belohnt wird. Ein Bus fährt von Herculaneum zum Vesuv und hält direkt unterhalb des Vulkankraters auf einem Parkplatz. Die letzten 200 m muss man zu Fuß aufsteigen, wofür man ca. eine halbe Stunde einplanen sollte.

In unmittelbarer Umgebung des Vesuvs und sehr gut mit der Besichtigung des Kraters kombinierbar, sind die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Der Ausbruch des Vesuvs am 24. August 1974 geschah so plötzlich, dass der Großteil der Bevölkerung keine Chance hatte zu entkommen. Bei Ausgrabungen im Jahr 1863 erfand der Archäologe Giuseppe Fiorelli die Methode, die mit Asche überzogenen Leichen mit Gips aufzufüllen, womit es ihm gelang, Menschen und Tiere für die Ewigkeit zu erhalten. Die Ausgrabungen zeigen eine komplett erhaltene, wohlhabende Stadt mit prachtvollen Gebäuden, Tempel, Wohnhäusern und Therme.

Herculaneum wurde der Legende nach von Herkules gegründet und teilt das tragische Schicksal mit Pompeji. Die Ausgrabungen dort sind wesentlich kleiner als die in Pompeji, doch sie bestechen durch herrschaftliche Villen und Anlagen. Romantiker bevorzugen sogar die gut erhaltenen Ausgrabungen in Herculaneum, wo noch heute die Atmosphäre des damaligen Lebens spürbar ist. Herculaneum sowie Pompeji sind von Neapel mit der Regionalbahn Circumvesuviana vom Hauptbahnhof an der Piazza Garibaldi in ca. 30 bzw. 40 Minuten erreichbar.


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Auch für Naturliebhaber gibt es in der Region Kampanien einiges zu sehen. Eine einzigartige Landschaft bietet die Küste von Amalfi. Malerische Buchten, tiefblaues Meer, mediterrane Vegetation und verschlafene Dörfchen prägen das Bild und kennzeichnen einen der schönsten italienischen Küstenabschnitte. Sorrent bietet einen guten Ausgangspunkt, die Amalfiküste zu erkunden. In traumhafter Lage, umgeben von weißen Kalksteinfelsen bietet das Städtchen einen fantastischen Ausblick über den Golf von Neapel. Bekannt ist Sorrent zudem für eine spezielle Zitronenart aus der schon seit langer Tradition der berühmte Limoncello, ein Zitronenlikör hergestellt wird. Sorrent erreicht man mit der Regionalbahn Circumvesuviana in 1 Stunde vom Hauptbahnhof an der Piazza Garibaldi.

Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel ist der Königspalast in Caserta. Ca. 40 km von Neapel entfernt, erwartet die Besucher eines der größten europäischen Schlösser. Die riesige Anlage verfügt über 4 Innenhöfe und 1200 Räume. Doch nicht nur das Äußere des Palastes ist beeindruckend, auch im Inneren gibt es einiges zu sehen. Eines der größten barocken Treppenhäuser führt zu einer prunkvollen Palastkappelle im Obergeschoss. Der Blick vom Treppenhaus nach draußen verspricht eine weitere Sehenswürdigkeit: eine riesige Parkanlage, die an einen spanischen Garten erinnert. Ausgedehnte Wasserflächen und Wasserkaskaden mit einem Diana-Brunnen als Höhepunkt machen dieses Ausflugsziel, das als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt ist, zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis.

Fährverbindungen zur Mittelmeerinsel Capri 2013

Ein Urlaub in Kampanien, einer der schönsten Regionen Italiens, lässt sich hervorragend mit einem Kurztrip auf die Insel Capri verbinden. Nur 5 km vom Festland entfernt, verzaubert die Felseninsel durch ein einmaliges Panorama. Die rund 10 km² große Insel ist vor allem bekannt durch ihre Höhlen am Meer. Die bekannteste Höhle, die Blaue Grotte lockt jährlich tausende von Touristen auf die Insel. Den Zugang zur Höhle bildet ein 1,5 m hohes Felsenloch im Meer, wodurch die Zufahrt bei hohem Seegang nicht möglich ist und die Grotte gesperrt wird. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, ist es empfehlenswert die Grotte vormittags zu besuchen und Sonn- und Feiertage zu vermeiden.

Fährverbindungen zur Insel Capri bestehen von Neapel und Sorrent. Neapel hat zwei Häfen, den Molo Beverello und den neuen Seebahnhof Calata di Massa, bei dem die Einschiffung mit PKW möglich ist. Zum Hafen Calata di Massa gelangt man vom Hauptbahnhof Napoli-Centrale oder der Piazza Garibaldi mit der Straßenbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Varco Pisacane. Von der Calata di Massa fahren nur Fähren und Tragflügelboote der Caremar Gesellschaft. In den Sommermonaten gibt es täglich insgesamt sechs Verbindungen ab Neapel, die erste um 5:35 Uhr und die letzte um 20:10 Uhr. Zurück nach Neapel fährt die letzte Fähre um 23:00 Uhr.


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Von Neapels zweitem Hafen, dem Molo Beverello fahren Katamarane und Tragflügelboote (Aliscafo) zu der Mittelmeerinsel. Der Hafen Molo Beverello ist vom Hauptbahnhof Napoli-Centrale oder der Piazza Garibaldi mit der Staßenbahnlinie 1 zu erreichen mit Ausstieg an der Piazza Municipio. Die Fährgesellschaft SNAV bietet täglich vier Überfahrten nach Capri an mit Abfahrtszeiten ab Beverello zwischen 7:00 Uhr und 19:15 Uhr. Zurück nach Neapel fährt die letzte Fähre um 18:10 Uhr. Pro Fahrt sollte man ca. 45 Minuten einplanen.
Die zweite Fährgesellschaft, die zwischen dem Molo Beverello in Neapel und Capri verkehrt, ist die Navigazione Libera del Golfo (N.L.G.). Die Abfahrten sind ebenfalls zwischen 8:35 Uhr und 16:30 Uhr und es gibt täglich fünf Überfahrten. Allerdings erfolgt die letzte Rückfahrt nach Neapel bereits um 18:10 Uhr.

Fahrpläne für Fähren Neapel nach Capri (Daten ohne Gewähr) :

ZeitFährverbindung mitReederei Anlegestellen in Neapel
05:35SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
07:00TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
08:05TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
08:35TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
09:00TragflügelbootCaremarCalata Porta di Massa
09:30TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
11:35TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
12:00SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
12:40TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
14:20FähreCaremarCalata Porta di Massa
14:40TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
16:30TragflügelbootGescab - N.L.G.Molo Beverello
17:25SchnellbootCaremarCalata Porta di Massa
19:15TragflügelbootGescab - SnavMolo Beverello
20:10FähreCaremarCalata Porta di Massa

Nicht nur von Neapel, auch von Sorrent bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Capri. Wer mit dem Auto anreisen möchte, fährt am besten mit der SNAV, wobei nicht bei allen Überfahrten die Mitnahme des eigenen PKWs möglich ist. Zwischen 15 und 17 Überfahrten gibt es täglich ab Sorrent, die erste um 7:20 Uhr, die letzte um 17:45 Uhr. Zurück von Capri fährt das letzte Schiff um 18:30 Uhr. Die Fährgesellschaft Caremar hat täglich 4 Abfahrten in Sorrent zwischen 7:45 Uhr und 19:45 Uhr. Die letzte Rückfahrt erfolgt um 18:45 Uhr. Weitere Verbindungen bestehen mit der Fährgesellschaft LMP (Linee Marittime Partenopee). Täglich werden 6 bis 7 Abfahrten zwischen 7:15 Uhr und 17:05 Uhr angeboten mit der letzten Rückfahrt um 17:40 Uhr.


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Beachtet werden sollte, dass bei hohem Wellengang keine Katamarane oder Tragflügelboote ablegen können. Es ist ohnehin ratsam, die aktuellen Fahrpläne entweder in der lokalen Zeitung oder bei der Fährgesellschaft direkt zu überprüfen, denn die Zeiten und Linien können jederzeit geändert werden. Die Frequenz der Fährverbindungen ist saisonabhängig, in den Sommermonaten werden zusätzliche Überfahrten durchgeführt.


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Am Hafen in Capri angekommen, nimmt man die Seilbahn (Funicolare), um ins Zentrum, zur Piazza Umberto zu gelangen. Für alle, die gut zu Fuß sind und nicht anstehen möchten, besteht die Möglichkeit, über einen schmalen Stufenweg zum Ort Capri zu spazieren. Wer mit seinem Auto anreist, sollte unbedingt die aktuellen Regelungen beachten, die zwischen März und Oktober und in den beiden Wochen über Weihnachten und Silvester gelten. Trotzdem ist es ratsam, das Auto nicht auf die Insel mitzubringen, denn es gibt dort nur wenige und sehr enge Autostraßen.

Stationen der Kunst: Beeindruckende U-Bahn Stationen in Neapel

Viele assoziieren mit Neapel immer noch stinkende Müllberge und Verkehrschaos, doch seit einigen Jahren arbeitetet die Millionenmetropole mit Hochdruck daran, ihr negatives Image loszuwerden und die Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes, schöner zu machen. Eine dieser Verschönerungsmaßnahmen ist das Projekt „Metro e Arte“ (U-Bahn und Kunst), welches die Attraktivitätssteigerung der Neapolitanischen U-Bahnen zum Ziel hat.
Am besten kann man das Ergebnis dieser Aktion während einer Rundfahrt mit der U-Bahn Linie 1 bewundern. Jede der neu gestalteten Stationen wurde im Rahmen des Projekts „Stazioni dell’arte“ (Stationen der Kunst) von einem weltbekannten Architekten entworfen und von renommierten Künstlern gestaltet. Somit entstand eine kilometerlange, frei zugängliche Kunstausstellung. Die neu gestalteten Stationen sind wegweisend: U-Bahnen befördern Menschen nicht nur, sondern begeistern sie auch, Metrosysteme werden zu Attraktionen. Die seit 2001 eröffneten Stationen tragen durch ihre geräumigen und hellen Strukturen dazu bei, dass sich die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln wohler fühlen und diese auch gerne benutzen. Als positiver Nebeneffekt wurde dadurch die Umweltbelastung Neapels bereits deutlich gesenkt. Inzwischen wurden neun Haltestellen der Linie 1 zu Stationen der Kunst umgebaut: Rione Alto, Vanvitelli, Quattro Giornate, Salvator Rosa, Materdei, Museo, Dante und die erst kürzlich eröffneten Stationen Toledo und Università. Die Linie 1 fährt von 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr und je nach Tageszeit alle 6 bis 15 Minuten.
An der Station Rione Alto entstand eine spektakuläre blaue Neonspirale an der Decke des Untergeschosses. Eine Bildcollage von Fußballern während eines Spiels begleitet die Fahrgäste zum Bahnsteig. Der Platz vor dem Eingang zur Metro, welcher mit einer modernen Glas- und Metallkuppel überdacht ist, wurde mit einer Bronzestatue und einem Brunnen verschönert.
Zwei große Stahlsterne an der Station Vanvitelli bilden ein Wechselspiel zwischen Fülle und Leere. Ein tolles Farbenspiel von blau zu gelb und von lila zu grau sowie großformatige Fotos, welche die Architektur Neapels widerspiegeln, laden den Besucher ein, genauer hinzusehen.
Nicht nur die Metrostation Quattro Giornate, auch der Platz davor wurden neu gestaltet. Grünflächen, Blumenbeete und Metall- und Bronzestatuen geben der Piazza Quattro Giornate ein neues Ambiente. Die Station und die Piazza sind nach dem Aufstand benannt, bei dem Neapel von den Nazis befreit wurde und diesem Thema widmeten sich auch die Künstler bei der Neugestaltung der Station.
Bei der Haltestelle Salvator Rosa wurde ebenfalls die direkte Umgebung in die Neugestaltung einbezogen. Die Überreste einer alten römischen Brücke sowie eine neoklassizistische Kapelle wurden restauriert und ein angrenzender Wohnkomplex wurde in ein Kunstwerk verwandelt. Die verschiedenen Levels des terrassenförmig angelegten Platzes sind mit langen Rolltreppen verbunden. Auf einer Terrasse animieren drei Spiele aus vulkanischem Gestein den Besucher zu verweilen.

Von dem gleichen Künstler wurde auch die Station Materdei gestaltet. Farbenprächtige Wanddesigns lassen die Eingangshalle und Gänge erstrahlen. Der Platz um den Eingangsbereich wurde zur Fußgängerzone deklariert und durch großzügige Grünanlagen aufgelockert.
Die Station Museo ist durch einen Korridor mit dem Archäologischen Museum verbunden, daher wurde sie teilweise mit rotem Putz und Vesuvgestein gestaltet. Schwarz-weiß Fotografien von antiken Statuen sowie zeitgenössische und moderne Fotografien zieren die Wände.
In weißem Neonlicht scheint eine Textpassage aus dem Werk Convivio des italienischen Dichters und Philosophen Dante an der gleichnamigen Haltestelle. Die Wand an einem der unteren Stockwerke zeigt ein Kunstwerk aus alten Damen- und Herrenschuhen, die mit Gleisstücken daran befestigt wurden. Am Bahnsteig stehen bunte geometrische Formen für ein „Universum ohne Bomben“ und ein „Königreich aus Blumen“.
Zu einer der beeindruckendsten U-Bahn Stationen Europas wurde die neue Haltestelle Toledo kürzlich vom britischen Telegraph gekürt. Ein gigantisches Mosaik an der Decke zeigt in faszinierendes Blautönen den Crater de Luz, ein ovales Konstrukt, das alle Level miteinander verbindet und Sonnenlicht nach unten transportiert. Ein weiteres riesiges Wandmosaik zeigt dunkle Gestalten, inspiriert durch die Geschichte Neapels, die ihrem Schutzheiligen San Gennaro folgen. Das umliegende Areal an der Oberfläche wurde ebenfalls neu gestaltet und vereint klare Strukturen mit moderner Architektur und Kunst.


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Auch die Station Università wurde erst vor kurzem eröffnet und soll Schönheit und Vergnügen in den täglichen Pendlerverkehr bringen. Bunte und florale Formen, Leuchtkästen und Worttafeln mit Wortneuschöpfungen der letzten 50 Jahre können als abstrakte Darstellung des Technologiezeitalters interpretiert werden.
Neben den genannten sind noch viele weitere Kunstwerke verschiedenster Stilrichtungen und Arten zu sehen. Ein Besuch Neapels lässt sich hervorragend mit deren Besichtigung verbinden und ein Blick in den Untergrund Neapels lohnt sich in jedem Fall.

Weihnachten in Neapel

Weihnachten in Neapel hat zwar wenig mit „weiße Weihnachten“ zu tun, doch da man die ja leider auch in Deutschland immer seltener erlebt, lohnt der Besuch in eine der weihnachtlichsten Städte der Welt allemal. Die Adventszeit in Neapel ist gleichzusetzen mit verführerischen Düften, Klängen, Lichtern, Farben und nicht zu vergessen kulinarischen Genüssen.

Besonders weihnachtlich ist ein Besuch der Via San Gregorio Armeno. Sie wird auch die Straße der Krippenbauer genannt und lockt mit handgemachten Krippen und Krippenfiguren in den schillerndsten Farben und Materialien. Die Weihnachtskrippe hat einen wichtigeren Stellenwert als der Weihnachtsbaum in Neapel und der entscheidende Unterschied zur deutschen Weihnachtskrippe besteht darin, dass die neapolitanische Krippe Alltagsszenen abbildet. Natürlich findet man auch Maria, Josef und das Jesuskind doch genauso kann eine Pizzabäcker Figur ihren Platz neben den heiligen drei Königen bekommen.

Wie schnell die neapolitanischen Handwerker auf Ereignisse reagieren, konnte man diese Woche sehen – nicht eine Stunde war vergangen, schon wurde das freudige Ereignis über die Schwangerschaft von Prinz Williams Frau Kate umgesetzt. Am gleichen Tag konnte man in den Läden der Krippenbauer Neapels Figuren der schwangeren Kate im weißen Umstandskleid mit Prinz William an ihrer Seite bewundern.

Am besten gelangen Sie mit der U-Bahn Linie 1 zur Straße der Krippenbauer. Einfach bis zur Haltestelle Piazza Dante fahren und von dort zur Port’Alba gehen. Hier gelangen Sie über die Via San Sebastiano zur Via Benedetto Croce bis auf Höhe des Glockenturms der Kirche Santa Chiara.

Eine der größten Weihnachtskrippen der Welt können Sie im Museo Nazionale die S. Martino bewundern. Hier wird die Krippe Cuciniello ausgestellt, die 162 Menschen, 80 Tiere, 28 Engel und etwa 450 Miniaturgegenstände beherbergt.

Die Region Kampanien ist an Weihnachten auch für die „lebenden Krippen“ (ital.: presepi viventi) bekannt. Hierbei stellen echte Menschen die Weihnachtsszene nach. Besonders berühmt ist die lebende Krippe von Torre Annunziata. Seit über 20 Jahren wird hier eine originalgetreue Krippe mit Kostümen aus dem 17. Jahrhundert inszeniert. Auf drei Stockwerken (11m breit, 9m tief und 6m hoch), stellen über 40 „Krippenfiguren“ die Traditionen und die Berufe der Vergangenheit anhand Gesang, Choreographie und Tanz dar. Vorführungen finden jährlich in der Zeit vom 27., 28. und 29. Dezember und vom 03., 04. und 5. Januar statt.

In den Gassen der Altstadt von Neapel wird man zur Weihnachtszeit auch den Klängen der Zampognari lauschen können. In der Vergangenheit kamen die Schäfer aus den umliegenden Bergen nach Neapel um mit einer Art Dudelsack Weihnachtsmelodien zu spielen, heute wird diese Tradition fortgeführt, wenn auch mit immer weniger „echten“ Schäfern.


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Wer lieber weihnachtlichen Konzerten lauschen möchte, findet auch davon zahlreiche Offerten der Stadt Neapel. Ab dem 18. Dezember gibt es in der Via Chiaia ab 18 Uhr jeden Tag ein anderes Spektakel. Von Gospel über Sinfonieorchester über Volkstanzveranstaltungen bis Straßentheater.

Zwischen den ganzen Eindrücken, sollte man auch die neapolitanische Weihnachtsbäckerei nicht vergesen. Selbstverständlich gibt es auch hier, wie in ganz Italien, Pandoro und Panettone (italienische Weihnachtskuchen), doch typisch für die Stadt sind Raffioli und Roccocò. Die beiden Weihnachtsplätzchen bekommen Sie in ausgesuchten Konditoreien (ital.: Pasticcerie). Ein Meilenstein in Neapel ist beispielsweise die Pasticceria Giovanni Scaturchio (Adresse: Piazza San Domenico Maggiore, 19), die seit 1905 feinste Konditoreiwaren herstellt.

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