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Neapel – Von Pizza Napoletana bis Presepi

Die Stadt Neapel ist mit fast 4 Millionen Einwohnern, die drittgrößte Stadt in Italien und besitzt die höchste Bevölkerungsdichte Europas. Vor bereits 3000 Jahren gründeten die Griechen Neapolis (=die neue Stadt) zwischen dem Golf von Neapel und den Doppelgipfeln des Vesuvs. Heute gilt sie als die Geburtsstätte der Pizza und als die Stadt mit dem vielleicht besten Espresso (ital.: Caffè) der Welt.
Ein Besuch Neapels ist immer ein Abenteuer, sei es wegen tausender knatternder Vespas, des neapolitanischen Kauderwelschs, oder der kleinen, labyrinthartigen Gässchen der Quartieri Spagnoli (spanische Viertel). Doch vielleicht ist es gerade diese quirlige Schönheit, die die Millionenmetropole so faszinierend macht. Die Altstadt wurde mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten sogar zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Zwischen Kunsthandwerkern, flatternder Wäsche und dem Tellerklappern aus den offenen Fenstern, offenbart sich dem Besucher hier noch heute das pulsierende Herz Neapels. Auf keinen Fall sollte man sich während eines Neapelaufenthalts den Besuch eines Marktes entgehen lassen. Besonders schön ist der Markt Mercato Porta Nolano. Nur einige Schritte von der Piazza Garibaldi entfernt besticht der Markt durch das Geschrei der Fischhändler und bunten Bottichen die bergeweise Muscheln, Fische und Meeresfrüchte offenbaren (Mo-Sa 8-16 Uhr geöffnet, So 8-14 Uhr).


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In der Altstadt dominieren Kirchen, antike Wohnhäuser und Barock Palazzi das Straßenbild. Die wichtigste Kirche Neapels ist der Dom San Gennaro, in dem alljährlich das Blutwunder stattfindet. Jedes Jahr am ersten Maiwochenende und am 19. September verflüssigt sich das in einer Ampulle aufbewahrte Blut des im Jahr 305 enthaupteten San Gennaro). Nicht minder mysteriös geht es in der Kapelle S. Severo zu. Hier werden zwei menschliche Skelette ausgestellt, die auf unerklärliche Weise in ein Gespinst aus versteinerten Adern eingesponnen wurden. Außerdem sind wunderschöne barocke Plastiken aus dem 17. und 18. Jh. zu besichtigen.
Wer noch tiefer in die Geheimnisvollen Seiten Neapels eintauchen möchte, sollte sich einen Ausflug in die Unterwelt Neapels nicht entgehen lassen: Unter der Stadt verbirgt sich ein 80 km langes Höhlenlabyrinth, das bis zu 40 Meter unter der Erde liegt. Die einzelnen Höhlen sind durch den Abbau des gelben Tuffsteins entstanden. Seit mehr als 2000 Jahren werden die unterirdischen Kammern für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt. Sie dienten als Zufluchtsorte, Kulträume, Katakomben oder Schutzbunker und noch heute finden sich an den Wänden die Spuren ihrer Bewohner. Das Tor zur Unterwelt liegt versteckt an der Piazza San Gaetano.
Die Altstadt bietet auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, vor allem im Bereich des Kunsthandwerks, der Antiquitäten und Souvenirs. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der Via San Gregorio Armeno, die Straße der Krippenbauer (persepi). Die Anfertigung von Krippenfiguren, ist eine Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und bis ins 19. Jahrhundert weltberühmt war. Die neapolitanischen Krippenfiguren sind einzigartig und sehr aufwendig in der Herstellung, von handgefertigten Terrakottaköpfen bis bestickten Kleider aus alten Stoffen sind die Figuren von Kopf bis Fuß kleine Kunstwerke. In der Weihnachtszeit werden die Geschäfte mit den originellen Miniaturfiguren von mehr als einer halben Million Touristen besucht.

Doch auch für den modernen Konsumgenuss bleiben in Neapel keine Wünsche offen. In der Via Toledo, einer der längsten Shoppingstraßen Neapels, gibt es unzählige Boutiquen und Filialen großer Ketten. Hier befindet sich auch die beeindruckende Galleria Umberto I.
Wer noch nicht genug vom Shoppen hat, biegt in die exklusive Via Chiaia ein, in der sich eine Markenboutique an die andere reiht. Die edelste Straße Neapels ist aber die sich anschließende Via dei Mille.
An der Piazza Trieste e Trento am Ende der Fußgängerzone, findet man das elegante Cafè Gambrinus im Stil der Belle Époque. Probieren sollten Sie hier unbedingt eine süße Spezialität aus Neapel, die Sfogliatella (eine gefächerte Blätterteigtasche mit Ricottafüllung). Schräg gegenüber liegt der Palazzo Reale.

Ischia – Die grüne Insel

Die „grüne Insel“ wie Ischia auch genannt wird – ragt etwa 18 Meilen vor Neapel, der Hauptstadt Kampaniens, aus dem Wasser. Zusammen mit den Schwesterinseln Capri, Procida und Vivara, bildet sie das berühmte Phlegräische Archipel.
Mit rund 46 Quadratkilometern und 62.000 Einwohnern ist Ischia die größte Insel im Golf von Neapel und nur wenig Kilometer von der bekannten Insel Capri entfernt.
Ischia ist nur mit dem Schiff zu erreichen. Vom Hafen Neapels (Porto di Napoli) hat man die Wahl von den drei Anlegestellen Porto di Massa, Molo Angioino und Molo Beverello, entweder mit dem Tragflügelboot (Aliscafo), oder der Fähre und Autofähre (Traghetto) auf die Insel zu gelangen. Mit dem Tragflügelboot dauert die Überfahrt 40 Minuten mit der Fähre ungefähr 1,5 Stunden.


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Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und vor etwa 55.000 Jahren entstanden. Alles begann mit der Bildung des Berges Epomeo (der höchste Gipfel Ischias mit 789 m) im Herzen der Insel, während die anderen Gebiete sich im Laufe der Zeit entwickelten. Vulkantätigkeit findet man zwar heute nichtmehr auf der Insel, dafür aber heiße Quellen und Fumarolen (Dampfaustritte). Besonders charmant ist die Anekdote, die man sich über diese Naturerscheinungen im Volksmund erzählt. Es heißt, dass der im Kampf zwischen Göttern und Titanen gestürzte Riese Typhoeus unter Ischia liege, von Zeus an den Epomeo gekettet. Wenn er sich vor Qual wälzt, dann erzittert die ganze Insel, seine Tränen werden zu Quellen und sein Stöhnen stößt die Fumarolen hervor. Bis heute sind daher einige Orte auf Ischia nach Körperteilen des Giganten benannt: So ist Testaccio der dicke Kopf, Ciglio die Augenbraue und Panza der Bauch.
Die heißen Quellen führten im Laufe der Zeit außerdem zu zahlreichen Heilbädern, die die Insel besonders für den Kur- und Wellnesstourismus attraktiv machen. In der kleinen Bucht San Montano unweit von der Ortschaft Lacco Ameno, befindet sich ein kunstvoll gestalteter Park mit Thermalbecken, Heiß-Kalt Labyrinthen und Liegeterrassen. Das schönste Thermalbad soll sich allerdings in dem malerischen Ort Casamicciola befinden, wo es außerdem heiße Grotten gibt, die sich großer Beliebtheit erfreuen.


Doch nicht nur Wellness Urlauber kommen auf der Insel auf ihre Kosten- auch Wanderer erleben hoch über den Klippen im Inselinneren den rauen Charme der Insel. Durch Pinienwälder hindurch, entlang erloschener Krater und an Weinbergen vorbei, genießt man das ganze Jahr über die Farben der Natur von Alpenveilchen im Frühjahr bis Meeresfenchel im Spätsommer.
Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten gehört auch das Castello Aragonese, eine mittelalterliche Burg, die auf einer kleinen Felseninsel vor Ischia Porto, majestätisch aus dem Wasser ragt. Die Burg ist einzig durch eine gemauerte, 200 Meter lange Brücke mit dem Ort verbunden und beherbergt in Ihrem Inneren zauberhafte Gärten und Arkadenbögen. Auch Ischia Porto selbst ist mit zahllosen Boutiquen, kleinen Cafés und dem Hafen, der in einen natürlichen Vulkankrater hineingesetzt worden ist, einen Besuch wert.
Eine kulinarische Besonderheit auf Ischia ist das coniglio all’ischitana, ein in Weißwein und Tomaten geschmortes Kaninchen. Hierbei handelt es sich um ein Grubenkaninchen, das auf der Insel in Tausenden von Löchern und Gruben, gezüchtet wird. Gefüttert wird mit lokalen Kräutern und Pflanzen, so dass das Kaninchenfleisch einen unvergleichlich aromatischen Geschmack bekommt.

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