Jetzt sehen Sie durch:Reisetipps

Insel Capri – wo die rote Sonne im Meer versinkt

Viele erinnern sich noch heute an den bekannten deutschen Schlager aus den 1940/1950er Jahren, in dem die Schönheit und vor allem der Sonnenuntergang der Insel besungen wurden. Doch es bedurfte keines Schlagers um die Insel 30 km südlich von Neapel bekannt zu machen. Bereits die Römer wussten das milde Klima der Insel zu schätzen und nutzten die Insel als Erholungsort für die gesellschaftliche Oberschicht. Unter Kaiser Tiberius, wurde Capri sogar für ein Jahrzehnt Regierungssitz des Römischen Weltreichs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam die Insel dann zu neuer Blüte und diente als Winter- und Ferienquartier für viele deutsche und andere Künstler, Schriftsteller und weitere Berühmtheiten.

Die 10,4 km2 große Insel ist vor allem bekannt für ihre Höhlenformationen am Meer. Die bekannteste Höhle ist die so genannte Blaue Grotte. Der höchste Punkt der Insel ist mit 589 m über dem Meer der Monte Solaro. Capri besitzt ein ausgeglichenes, mildes Klima was die immergrüne Vegetation begünstigt. Terrassenkulturen wie Wein-, Öl- und Obstbäumen spielen auf der Insel eine große Rolle, doch Haupterwerbszweig ist und bleibt seit dem 19. Jahrhundert der ganzjährige Fremdenverkehr. Heutzutage zählt man auf Capri fast 3 Millionen Tagesbesucher pro Jahr.


Unser Tipp für Apartments und Ferienwohnungen auf der Insel Capri ist Frank-Italia-Villen:
Ferienhäuser und Villen auf Capri 


Am besten erreicht man die Insel mit dem Schiff von Neapel. Vom Hafen Molo Beverello gibt es regelmäßige Verbindungen nach Capri mit SNAV (Tragflügelboote und Katamarane) und Navigazione Libera del Golfo (nur Tragflügelboote). Calata di Massa ist der einzige Hafen wo es möglich ist auch mit dem Auto einzuschiffen. Auch von Sorrent ist die Überfahrt möglich von hier können Sie Capri per Fähre (Caremar), Touristenschiff (LMP), Tragflügelboot (LMP) oder Katamaran (LMP) erreichen. Übrigens sind auf der Insel Autos in der Sommersaison nur für die Einheimischen gestattet.


Weitere Informationen zu Fährzeiten der verschiedenen Gesellschaften zur Insel Capri finden Sie unter :
Fähren zur Insel Capri


Die Schiffe vom Festland legen in Capris Hafen Marina Grande an, wo sich Straßencafés mit bunten Häuserfassaden abwechseln. Von hier streben die Besucher zu den Booten, die Richtung Blauer Grotte starten, oder zur Standseilbahn, die hinauf zum Hauptort Capri fährt. Taxis sind teurer, aber nicht unbedingt schneller am Ziel, zumal auch Treppen die 142 Höhenmeter hoch nach Capri führen. In Capri selbst ist die Piazza Umberto I besonders glanzvoll. Die Piazza, ist seit jeher das Freiluft-Wohnzimmer der Capresen, die zusammen mit Schriftstellern, Adelshäuptern und Prominenz aus Politik, Film und Fernsehen ihren Kaffee schlürfen. Im Terrassengarten Parco Augusto blickt ein steinerner Lenin auf die Steilküste und auf die atemberaubend kühn angelegte Via Krupp, die hinunter zur Marina Piccola mit ihrer Badeanstalt führt.

  • Wunderschöne Aussichten von Villen auf Capri

Doch die unangefochtene Sehenswürdigkeit ist und bleibt die Blaue Grotte. Wie zur Rush-hour in einer Millionenmetropole stauen sich von Mai bis Oktober die Boote vor der Grotta Azzurra. Zum ersten Mal wurde die Meereshöhle 1826 von dem deutschen Maler August Kopisch entdeckt. Der blaue Effekt kommt daher, dass unter dem Wasserspiegel Sonnenlicht hereindringt und die Grotte in ein leuchtendes Blau taucht, während die Gegenstände am Meeresgrund wie pures Silber schimmern. Ein Besuch ist nur bei ruhigem Seegang möglich, idealer Lichteinfall herrscht von 11 bis 13 Uhr.

Doch neben der blauen Grotte, gibt es noch weitere geheimnisvolle Höhlen auf Capri. So lohnt beispielsweise die Grotta Matromania (auch Matermania) einen Besuch. Der Imperator Augustus ließ die Grotte mit Mosaiken und Muscheln dekorieren und nutzte die einstige Kultstätte als Wasserreservoir. Leider wurde die Grotte ihrer Dekorationen und Ausschmückungen beraubt. Besonders schön sind auch die Faraglioni, die man von der Punta di Tragara im Südosten der Insel genießen kann. Die Faraglioni sind drei aus dem Meer aufragende Felsen, die von Bögen durchbrochen sind. Sie bieten einen fantastischen Anblick und sind das Wahrzeichen Capris.

Ischia – Die grüne Insel

Die „grüne Insel“ wie Ischia auch genannt wird – ragt etwa 18 Meilen vor Neapel, der Hauptstadt Kampaniens, aus dem Wasser. Zusammen mit den Schwesterinseln Capri, Procida und Vivara, bildet sie das berühmte Phlegräische Archipel.
Mit rund 46 Quadratkilometern und 62.000 Einwohnern ist Ischia die größte Insel im Golf von Neapel und nur wenig Kilometer von der bekannten Insel Capri entfernt.
Ischia ist nur mit dem Schiff zu erreichen. Vom Hafen Neapels (Porto di Napoli) hat man die Wahl von den drei Anlegestellen Porto di Massa, Molo Angioino und Molo Beverello, entweder mit dem Tragflügelboot (Aliscafo), oder der Fähre und Autofähre (Traghetto) auf die Insel zu gelangen. Mit dem Tragflügelboot dauert die Überfahrt 40 Minuten mit der Fähre ungefähr 1,5 Stunden.


Unser Tipp für Apartments und Ferienwohnungen auf der Insel Ischia ist Frank-Italia-Villen:
Ferienhäuser und Villen auf Ischia 


Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und vor etwa 55.000 Jahren entstanden. Alles begann mit der Bildung des Berges Epomeo (der höchste Gipfel Ischias mit 789 m) im Herzen der Insel, während die anderen Gebiete sich im Laufe der Zeit entwickelten. Vulkantätigkeit findet man zwar heute nichtmehr auf der Insel, dafür aber heiße Quellen und Fumarolen (Dampfaustritte). Besonders charmant ist die Anekdote, die man sich über diese Naturerscheinungen im Volksmund erzählt. Es heißt, dass der im Kampf zwischen Göttern und Titanen gestürzte Riese Typhoeus unter Ischia liege, von Zeus an den Epomeo gekettet. Wenn er sich vor Qual wälzt, dann erzittert die ganze Insel, seine Tränen werden zu Quellen und sein Stöhnen stößt die Fumarolen hervor. Bis heute sind daher einige Orte auf Ischia nach Körperteilen des Giganten benannt: So ist Testaccio der dicke Kopf, Ciglio die Augenbraue und Panza der Bauch.
Die heißen Quellen führten im Laufe der Zeit außerdem zu zahlreichen Heilbädern, die die Insel besonders für den Kur- und Wellnesstourismus attraktiv machen. In der kleinen Bucht San Montano unweit von der Ortschaft Lacco Ameno, befindet sich ein kunstvoll gestalteter Park mit Thermalbecken, Heiß-Kalt Labyrinthen und Liegeterrassen. Das schönste Thermalbad soll sich allerdings in dem malerischen Ort Casamicciola befinden, wo es außerdem heiße Grotten gibt, die sich großer Beliebtheit erfreuen.


Doch nicht nur Wellness Urlauber kommen auf der Insel auf ihre Kosten- auch Wanderer erleben hoch über den Klippen im Inselinneren den rauen Charme der Insel. Durch Pinienwälder hindurch, entlang erloschener Krater und an Weinbergen vorbei, genießt man das ganze Jahr über die Farben der Natur von Alpenveilchen im Frühjahr bis Meeresfenchel im Spätsommer.
Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten gehört auch das Castello Aragonese, eine mittelalterliche Burg, die auf einer kleinen Felseninsel vor Ischia Porto, majestätisch aus dem Wasser ragt. Die Burg ist einzig durch eine gemauerte, 200 Meter lange Brücke mit dem Ort verbunden und beherbergt in Ihrem Inneren zauberhafte Gärten und Arkadenbögen. Auch Ischia Porto selbst ist mit zahllosen Boutiquen, kleinen Cafés und dem Hafen, der in einen natürlichen Vulkankrater hineingesetzt worden ist, einen Besuch wert.
Eine kulinarische Besonderheit auf Ischia ist das coniglio all’ischitana, ein in Weißwein und Tomaten geschmortes Kaninchen. Hierbei handelt es sich um ein Grubenkaninchen, das auf der Insel in Tausenden von Löchern und Gruben, gezüchtet wird. Gefüttert wird mit lokalen Kräutern und Pflanzen, so dass das Kaninchenfleisch einen unvergleichlich aromatischen Geschmack bekommt.

Neuere Einträge »